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Geschichte

Das familiär geführte Hotel Garni „Zur Alten Post“ in Lembruch und Familie Eickhoff/Jungblut haben eine lange Geschichte.

Schmiedemeister Carl Jungblut hatte eine Schmiede an der Kreuzung Große Straße/ Wagenfelder Straße in Lembruch. Sein Sohn Friedrich Jungblut (geboren 1862, gestorben 1935) wollte nicht Schmied sondern Kaufmann werden. Vater und Sohn hatten gegensätzliche Vorstellungen. Ein reisender Kaufmann bemerkte den Streit und bot an, Friedrich Jungblut zur Kaufmannslehre mit nach Sulingen zu nehmen.

1888 wurde das jetzige Gebäude dann als landwirtschaftliches Gebäude und Geschäftshaus von Friedrich Jungblut gebaut. Schweine, Kühe, Gänse, Hühner und Pferde wurden gehalten und die Flächen um das Haus bewirtschaftet. Ein Lebensmittel- und Haushaltswarengeschäft mit einer Bäckerei wurde neben der Landwirtschaft ebenfalls betrieben. 1888 öffnete zusätzlich die kaiserliche Postagentur zu Lembruch in unserem Hause, da Pferdestallungen schon vorhanden waren und wurde von Friedrich Jungblut betrieben. Die Bäckerei wurde 1918 geschlossen.

Nach Friedrich Jungblut übernahm dessen Sohn Heinrich Jungblut (geboren 1896, gestorben 1978) das Anwesen mit Geschäft. Bedingt durch die Kriegsjahre wurde das Geschäft von 1939 bis 1954 verpachtet.

Die kleine Landwirtschaft betrieb man bis 1954. Tochter Gisela Jungblut, gelernte Einzelhandelskauffrau, heiratete am 15. April 1955 nach erfolgtem Umbau und Erweiterung – die Posträume wurden nun mit als Geschäftsräume genutzt – Einzelhandelskaufmann Herbert Eickhoff aus Marl. Beide führten von nun an das Geschäft. Die Post wurde 1964 geschlossen.

Als 1966 Räumlichkeiten frei wurden, kam Gisela Eickhoff auf die Idee, Fremdenzimmer noch mit Bad auf dem Flur in diesen anzubieten. Es kamen ja schließlich viele Gäste ins Geschäft und fragten, wo man nächtigen könne. Die ersten 2 Zimmer entstanden und die Gäste frühstückten in der „guten Stube“ des Hauses, sozusagen mit Familienanschluss. Nachdem die Resonanz mehr als positiv war, wurde um 1970 das Dachgeschoss mit vier Zimmern ausgebaut, jedoch wieder mit Bad auf dem Flur.

1977 erfolgte die nächste Erweiterung: der alte Heuboden wurde mit weiteren zwölf Zimmern ausgebaut. Diese bekamen dann allerdings alle ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Und die bisherigen Zimmer ohne eigenes Bad wurden gleich diesem neuen Standard angepasst.

Der erste richtige Frühstücksraum entstand 1978 mit 30 Sitzplätzen im ehemaligen Lager des Lebensmittel- und Haushaltswarengeschäftes, das um dann 1983 aufgegeben wurde. Die Räumlichkeiten wurden zu einem Freizeit- und Surfladen umgebaut und vermietet.

1989 kam der verklinkerte Anbau mit drei großen Ferienwohnungen hinzu.

1995 verstarb der älteste Sohn (Betriebswirt Hartmut Eickhoff) früh an Krebs. Er sollte den Pensionsbetrieb eigentlich übernehmen.

1997 versprach Steffen Eickhoff (Sohn von Hartmut Eickhoff) nach seiner Konfirmation seinen Großeltern den Betrieb später einmal übernehmen zu wollen. Großvater Herbert Eickhoff und Enkel Steffen waren sowieso immer ein starkes Team.

2005 wurde der Surfladen aufgegeben und Herbert Eickhoff und Enkel Steffen bauten den heutigen gemütlichen Frühstücksraum. Im alten Frühstücksraum wurde parallel eine weitere Ferienwohnung gebaut.

2007 verstarb Herbert Eickhoff unvorhergesehen und Steffen Eickhoff übernahm als Enkel fortan den Betrieb der Großeltern. Schon im ersten Winter 2007/2008 wurden 4 Zimmer renoviert.

2008/2009 wurde eine ehemalige Mietwohnung in eine variabel nutzbare Komfortwohnung/bzw. zwei Hotelzimmer umgebaut.

2009/2010 wurden im Winter zwei der drei Ferienwohnungen des verklinkerten Anbaus von 1989 zu fünf Hotelzimmern umgebaut.

2010/2011 wurden im Winter die 1977 im Heuboden erbauten 12 Zimmer komplett renoviert und mit neuen Bädern ausgestattet.

Aufgrund der anhaltend guten Auslastung auch im Winter musste im Frühjahr 2012 dringend die zu schwache Heizung erneuert werden. Die alte ineffiziente Ölheizung musste einem modernen gasbetriebenen Blockheizkraftwerk und einer Gasheizung weichen. Ein enormer Fortschritt bei der energetischen Sanierung des Hotels, bei der Senkung des CO2-Ausstoßes und der Senkung der enormen Energiekosten.

2012/2013 wurde im Winter das Dachgeschoß des Haupthauses inkl. der dort vorhandenen 5 Zimmer abgerissen und durch einen Neubau mit 6 Zimmern mit hohem ökologischem Dämmstandard und ohne Dachschrägen/Dachfenster ersetzt. Parallel wurde ein neues feuerfestes Treppenhaus geschaffen und umfangreich in den Brandschutz investiert.

2014 wurde im Frühjahr die energetische Sanierung durch die Installation einer ersten Photovoltaik-Anlage fortgesetzt.

Im Herbst 2015 wurde die alte Küche komplett saniert, eine neue Küche mit Biergartenbar gebaut und der Biergarten umfangreich verschönert.

2015/2016 wurden die 3 Zimmer des Dachgeschoßes (Heubodenausbau 1977) abgerissen und durch einen Neubau mit hohem ökologischem Dämmstandard und ohne Dachschrägen/Dachfenster ersetzt.

2016 wurde das Hotel Garni von Gästen für die Sterneklassifizierung vorgeschlagen. Der DEHOGA sprach Familie Eickhoff an, die sofort den Antrag für die Klassifizierung mit 3 Sternen als Hotel Garni einreichte und mit großer Freude die Auszeichnung erhielt.

2016/2017 wurde im Winter erst der Frühstücksraum komplett neu eingerichtet und anschließend die kleine Ferienwohnung im alten Frühstücksraum in die erste rollstuhlfreundliche Ferienwohnung in Lembruch komplett umgebaut und modernisiert.

Im April 2017 heiratete Steffen Eickhoff seine Frau Romina Eickhoff (geb. Burmester) und im August kam Tochter Charlotte zur Welt.

2018 wurde das Hotel Garni beim DEHOGA Umweltcheck mit der Goldmedaille ausgezeichnet. 6 Betriebe tragen in Niedersachsen diese Auszeichnung. Sie steht für besondere Energieeffizienz mit wenig CO2-Ausstoß, besondere Nachhaltigkeit, viele regionale Lebensmittel, geringe Müllmengen, geringe Wäschemengen und ökologisches Denken.

2019/2020 wurde im Winter die energetische Verbesserung durch die Installation einer weiteren Photovoltaik-Anlage und eines Stromspeichers nochmal fortgeführt. Ziel ist es, 99,5% der benötigten Wärmeenergie und Strommenge über umweltfreundliche erneuerbare Energieen selber vor Ort zu produzieren und den CO2-Ausstoß auf ein Minimum zu reduzieren.

1911
1938
Gemischtwarenladen
1939
Gemischtwarenladen
1963
1972
1980
1984
2005
2006
2013
2016
2018